Plagiatserkennung
Informationen für Lehrpersonen zur elektronischen Plagiatserkennung
Für alle Lehrpersonen der gibb steht ab dem August 2017 eine Plagiatserkennung zur Verfügung. Damit können Projektarbeiten elektronisch auf Plagiate überprüft werden. Die Reports der Überprüfung folgen spätestens nach einem Tag. Zukünftig werden alle Arbeiten auch mit den bereits überprüften abgeglichen.
Der Zugang für Lehrpersonen der gibb ist im portal.gibb.ch mit dem gibb Login und Benutzernamen. Unter «Sign in» «Anmelden gibb» wählen.
Vor der Projektarbeit müssen die Lernenden bezüglich Quellen und Bearbeitungsgrad geschult werden. Eine Schulung findet man unter gibb.ch /ABU →Qualifikationsverfahren →EFZ Vertiefungsarbeit Quellen und Bearbeitungsgrad
Quellenangabe
Alle Quellen müssen von den Lernenden gemäss Schulung in Fussnoten angegeben werden. Teile einer Arbeit, welche ohne Quellenangabe übernommen wurden, werden als nicht vorhanden betrachtet.
Voraussetzungen und Datenschutz
Damit die Lehrperson die Plagiatsüberprüfung mit wenig Aufwand vornehmen kann, müssen die Lernenden die Projektarbeiten in elektronischer Form (Word bevorzugt, sonst PDF) folgendermassen abgeben:
- Alle Bilder wurden gelöscht, damit die Datei höchstens 0.5MB enthält.
- Die Namen der Lernenden und der Name der Lehrperson sind überall, wo sie vorkommen, anonymisiert.
- Die Dateibezeichnung enthält keine Umlaute, Sonderzeichen oder Leerschläge
- Die Dateibezeichnung enthält keine Namen, sondern nur Klasse und/oder Jahr der Abgabe und Stichworte des Titels.
- Beispiel: inf2015k_ueberschwemmung_auenwaelder.docx
Vorgehen beim Prüfen
Nach dem Einloggen im portal.gibb mit gibb-Benutzername und Passwort können alle zu prüfenden Arbeiten hochgeladen werden. Gleichzeitig mit dem Hochladen für die Plagiatsprüfung werden die Arbeiten ohne weiteres Zutun auch in eine geschlossene Datenbank (Standort Zürich) eingelagert. Die Plagiatsprüfung dauert je nach Auslastung des Systems eine Stunde bis zu einem halben Tag. Der „docoloc“-Prüfcomputer in Braunschweig lädt sich eine Kopie der Arbeit kurzzeitig in den Arbeitsspeicher, prüft die Arbeit und löscht sie anschliessend. Während des Prüfvorgangs ist die Arbeit für niemanden einsehbar. Zur Überprüfung wird der Text der Arbeit indexiert, das heisst mit den wichtigsten Stichwörtern erfasst, wobei die Indexierung keine Rückschlüsse auf den ganzen Text erlaubt. Diese Indexierung ermöglicht es der Software „docoloc“, die Texte der Arbeit nicht nur mit den im Internet publizierten Texten zu vergleichen, sondern auch mit allen bisher schon geprüften und in der Datenbank abgespeicherten Arbeiten einen Textvergleich vorzunehmen.
In einem Paket hochgeladene Dateien miteinander vergleichen
Dateien, die untereinander verglichen werden sollen, beispielsweise eine schriftliche Hausaufgabe der ganzen Klasse, laden Sie nacheinander relativ zügig hoch. Solange Sie beim Hochladen keine Pause von mehr als 10 Minuten einlegen, betrachtet das Programm die eben hochgeladenen Dateien als ein Paket und vergleicht sie untereinander. Wenn Sie mehr als 10 Minuten verstreichen lassen, ohne eine Arbeit hochzuladen, dann beginnt der Prüfcomputer mit der Indexierung und danach mit dem Prüfen.
Docoloc-Report
Im ersten Abschnitt werden die Anzahl der überprüften Stellen und der Prozentsatz der Übereinstimmung mit andern Texten angegeben.

Nach der Zusammenstellung aller Referenztexte erscheint die Arbeit, in der Sie die gelb oder orange markierten Textstellen anklicken können.
- Falls die Internetadresse mit http://copy-stop.ch beginnt, dann stimmt die geprüfte Arbeit mit Textpassagen einer schon einmal mit copy-stop.ch geprüften Schülerarbeit überein

- Wenn Sie auf die Internetadresse http://copy-stop.ch/texte... klicken, dann erscheint obenstehendes Dialogfeld, mit dem Sie absichtlich nicht weiterkommen.
- Dieser direkte Zugang zur Datenbank ist aus Datenschutzgründen gesperrt. Siehe weiter bei «Vorgehen nach Vorprüfung».
Die Datei wird in folgenden Fällen nicht akzeptiert
- Die Datei ist in einem anderen Format als DOCX, DOC (Word®), PDF, ODT, TXT, HTML und RTF.
- Die PDF-Dateien sind nur dann problemlos, wenn sie aus einer Worddatei mit „Speichern unter“ als PDF abgespeichert wurden. DOCX-Dateien verursachen nie Probleme. Das Abspeichern der Datei als TXT löscht zwar bequem alle Bilder, aber der Prüfcomputer erkennt die TXT-Dateien nur einwandfrei als Text, wenn Sie Folgendes machen: Sie klicken den Dateinamen der TXT-Datei mit einem Rechtsklick an und wählen dort "Öffnen mit" und dann "Word". Diese Datei speichern Sie wieder als .docx und lassen diese prüfen.
- Die Dateibezeichnung ist nicht internettauglich, das heisst, es kommen Umlaute, Sonderzeichen, mehrere Punkte oder Leerschläge vor.
- Die Datei ist wesentlich zu gross (Zielgrösse unter 0.5 MB), das heisst, die Bilder wurden nicht gelöscht.
Vorprüfung bei vermutetem Vollplagiat
Bevor in den folgenden Abschnitten genau erklärt wird, was ein Vollplagiat ist und wie vorzugehen ist, prüfen Sie, ob das vermutete Vollplagiat nicht durch einen Fehler entstanden ist, der nichts mit der Schüler-Arbeit zu tun hat. Häufigster Fehler, der nicht auf Schülerseite liegt: Sie haben das Dokument zweimal prüfen lassen bzw. zweimal hochgeladen. Der Report meldet bei zweimaligem Hochladen eine hohe Übereinstimmung mit der von Ihnen geprüften Original-Datei, weil alle Dateien, die zur Prüfung hochgeladen werden, mit allen schon geprüften Dateien verglichen werden.
Gründe für zweimaliges Prüfen
- Sie hatten eine Vor-Version der Arbeit hochgeladen. Das sollten Sie nie tun, denn das ergibt ein scheinbares Vollplagiat und löst bei allen entsprechende Nervosität aus.
- Es erschien die Meldung, die Datei sei zu gross. Sie erhalten diese Meldung, wenn Sie die Bilder nicht von den Schülern löschen liessen. Es ist aber gut möglich, dass der Server die Datei trotzdem akzeptiert hat. Doch da Sie dies nicht merken, laden Sie die Datei unbeabsichtigt ein zweites Mal hoch.
- Es erschien beim Hochladen eine Fehlermeldung, beispielsweise „Format nicht akzeptiert“, oder es gab eine kurze Verzögerung. Sie dachten, es funktioniere etwas nicht und klickten gleich nochmals. Doch häufig akzeptiert der Server die Arbeit schon beim ersten Klick.
Wie können Sie diesen „Kunstfehler“ selbst entdecken?
Wenn die Datei zweimal zur Prüfung hochgeladen wurde, erscheint bei einem vermuteten Vollplagiat im Prüfreport unter dem Titel „Referenzdokumente“ an erster Stelle beispielsweise http://copystop.ch/texte/Jahreszahl/986_1450274066.docx.
Die erste Nummer gleich nach „Überprüftes Dokument“ ist Ihre persönliche Lehrpersonen-Nummer.
Die erste Nummer bei der ersten Position unter Referenzdokumente nach dem Slash ist die Lehrpersonen-Nummer. Wenn diese beiden Nummern übereinstimmen, dann können Sie sicher sein, dass Sie selbst die beiden Dateien hochgeladen haben und dass es sich also um kein Vollplagiat handelt.

Wenn es Ihnen trotz dieser Anleitung passiert ist, dass Sie dieselbe Datei zweimal hochgeladen haben, dann geben Sie martin.ludwig@mba.zh.ch die vollständigen Nummern der beiden Dateien an. Er wird beim zuständigen Informatiker die Löschung der Dateien beantragen.
Ein echtes Vollplagiat liegt in der Regel dann vor, wenn über 50% der geprüften Stellen in einem anderen Dokument vorkommen. Das ist das erste Merkmal eines möglichen Vollplagiates.

Das zweite Merkmal ist die hohe Anzahl Sätze, die alle aus derselben Quelle stammen:

Das dritte Merkmal ist die Tatsache, dass immer wieder dieselbe Internetadresse vorkommt und dass sie mit „http://copy-stop.ch“ beginnt, gefolgt von vielen Nummern.

Wenn Sie diese Internetadresse anklicken, kommen Sie absichtlich nicht weiter, denn sie führt direkt in die geschlossene Datenbank.
Vorgehen nach Vorprüfung
- Bei Verdacht auf ein Vollplagiat beantragt man bei martin.ludwig@mba.zh.ch per Mail eine Herausgabe der vermuteten Originalarbeit.
- Dazu sendet man die ganze Internetadresse, die hier erscheint:

- Man stellt durch eindeutige Angaben sicher, dass einem das MBA Zürich als berechtigte Lehrperson erkennen kann. Dazu gibt man die eigenen vollständigen Koordinaten mit dem Namen der Schule und seiner Telefonnummer für Rückfragen bekannt.
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Lassen Sie sich bei Vollplagiatsverdacht beraten. Sagen Sie dem betreffenden Lernenden nichts von Ihrem Verdacht, bevor Sie nicht mit uns zusammen sichergestellt haben, dass nicht ein Fehlschluss vorliegt (zweimaliges Hochladen, Format scheinbar abgelehnt und doch akzeptiert und anderes mehr).
- Zur Überprüfung der Sachlage senden wir Ihnen die vermutete Original-Arbeit zu, die Sie nach Gebrauch vernichten.